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Urban Walk

Stadtwanderung durchs «grüne» Zürich

Urban Walk · Zurich
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Wandermagazin SCHWEIZ Verified partner  Explorers Choice 
  • Zarte Pflänzchen auf Kopfsteinpflaster in Zürich.
    / Zarte Pflänzchen auf Kopfsteinpflaster in Zürich.
    Photo: Barbara Leuthold-Hasler, CC BY, Wandermagazin SCHWEIZ
  • Zürich, Hirschenplatz Niederdorf.
    / Zürich, Hirschenplatz Niederdorf.
    Photo: Jochen Ihle, CC BY, Wandermagazin SCHWEIZ
  • Infotafel an mittelalterlichem Zürcher Wohnhaus.
    / Infotafel an mittelalterlichem Zürcher Wohnhaus.
    Photo: Jochen Ihle, CC BY, Wandermagazin SCHWEIZ
  • Die jungen Blätter der Mauerraute sind aufgerollt.
    / Die jungen Blätter der Mauerraute sind aufgerollt.
    Photo: Barbara Leuthold-Hasler, CC BY, Wandermagazin SCHWEIZ
  • Blick vom Zürichsee zum Grossmünster.
    / Blick vom Zürichsee zum Grossmünster.
    Photo: Jochen Ihle, CC BY, Wandermagazin SCHWEIZ
  • Frühlings-Hungerblümchen.
    / Frühlings-Hungerblümchen.
    Photo: Barbara Leuthold-Hasler, CC BY, Wandermagazin SCHWEIZ
  • / Mit dem Tram durch Zürich.
    Photo: Jochen Ihle, CC BY, Wandermagazin SCHWEIZ
  • / Zürich.
    Photo: Jochen Ihle, Wandermagazin SCHWEIZ
  • / Zimbelkraut.
    Photo: Barbara Leuthold-Hasler, CC BY, Wandermagazin SCHWEIZ
  • / Hauptbahnhof Zürich, Schutzengel von Niki de St. Phalle.
    Photo: Jochen Ihle, CC BY, Wandermagazin SCHWEIZ
150 300 450 600 750 m km 0.2 0.4 0.6 0.8 1 1.2 1.4 1.6 1.8 2 Zürich Stadelhofen

In der Stadt Zürich wachsen neben den angepflanzten Blumen überall weitere Pflanzen, die keine Starthilfe von Gärtnern erhielten. Es handelt sich meist um unauffällige Arten, die sich mit wenig zufrieden geben.

easy
2.2 km
1:00 h
20 m
26 m

Bei dieser Stadtwanderung möchten wir einmal da hinschauen, wo sonst niemand hinschaut. Von Stadelhofen spazieren wir zunächst zum Grossmünster. Sein Vorplatz besteht aus Kopfsteinpflaster – gute Voraussetzungen für die Suche nach unscheinbaren Pflänzchen. Und richtig: Am Fuss der grossen Kirche wachsen kleine, unbeachtete Pflanzen. So hat in einer niedrigen, schattigen Stützmauer, die ein Riss durchzieht, eine Mauerraute ein Zuhause gefunden. Dieser kleine Farn ist sehr anspruchslos. Risse und Spalten in Felsen und Mauern genügen ihm, wie er hier beweist. Deshalb ist er über die ganze Schweiz verbreitet – und wächst sogar bis über die Waldgrenze hinaus. Der kleine Farn bietet seinerseits noch kleineren Tieren ein Zuhause… zum Beispiel Kellerasseln, die unter seinen Blättern wohnen.

Weiter geht der Stadtbummel durch die enge Römergasse an den Limmatquai hinunter. Man könnte stundenlang in einem der Cafés sitzen und dem Treiben zusehen. Über die Münsterbrücke erreicht man das andere Limmatufer, folgt kurz dem Wasser und zweigt dann in eine enge Gasse ab. Kurz darauf schaut man wieder zu einem Kirchturm auf, dem St. Peter. Das Zifferblatt soll das grösste in ganz Europa sein. Wir interessieren uns aber mehr für das Kleine und nehmen den Vorplatz, ebenfalls Kopfsteinpflaster, unter die Lupe. Fast jeder Zwischenraum zwischen den Steinen ist hier bewachsen. Kniet man nieder, um flach über den Boden zu blicken, breitet sich vor dem staunenden Betrachter ein spärlicher, blühender Rasen aus.

Im Frühling ist Weiss die vorherrschende Farbe. Das meiste stammt von einer nur wenige Zentimeter hohen, sehr zarten Pflanze – dem Frühlings-Hungerblümchen. Der Name bezieht sich auf den kargen kiesigen Boden, auf dem es meist wächst. Immerhin hat es das Hungerblümchen geschafft, sich fast über den ganzen Platz auszubreiten. Und es ist nicht das einzige, dazwischen wächst auch eine andere kleine Pflanze. Sie ist ebenso zierlich und weiss blühend wie das Hungerblümchen, aber die Blätter sind drei- oder mehrteilig. Diese Blattform zeichnet den Dreifingrigen Steinbrech aus. Mit der Lupe lässt sich ein weiteres Merkmal erkennen: Die ganze Pflanze ist von Drüsenhaaren bedeckt, von Haaren, an deren Ende ein Tröpfchen klebrige Flüssigkeit hängt. Angeblich bleiben auf diesen Tröpfchen kleine Insekten kleben und werden dann von der Pflanze verdaut. Anders ausgedrückt: Der zarte Dreifingrige Steinbrech ist fleischfressend! Früher war er selten; seit 1980 breitet er sich aber auf kiesigen und steinigen Stellen, besonders auf Bahnarealen, stark aus.

Eine andere kleine Schönheit wartet nur darauf, entdeckt zu werden: das Zimbelkraut. Diese Pflanze wächst nicht in die Höhe, sondern breitet ihre dünnen Triebe flach über den Boden aus oder lässt sie einfach hängen; sie wächst nämlich auch gerne an Mauern. Wiederum lohnt es sich, genau hinzuschauen. Eine Ober- und eine Unterlippe bilden zusammen ein geschlossenes Maul. Die zartgelben Markierungen auf der Unterlippe und die Adern auf der Oberlippe verraten Insekten, wo sich der Eingang zur Blüte versteckt. Durch weitere Gassen erreicht man den Lindenhof. Hier bestaunt man für einmal die wunderbare Aussicht über die Stadt bis zu den Bergen.

Author’s recommendation

Zürich bietet eine ausserordentliche Vielfalt attraktiver Museen, die zu entdecken es sich lohnt: Kunst, Gestaltung, Design und Architektur, Kulturgeschichte, Naturwissenschaft, Pflanzen, Tiere, u.v.m. Eine Übersicht unter www.museen-zuerich.ch

outdooractive.com User
Author
Jochen Ihle 
Updated: October 30, 2018

Difficulty
easy
Technique
Stamina
Experience
Landscape
Altitude
428 m
408 m
Best time of year
Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Safety information

Einfache, individuelle Stadtwanderung. Schwierigkeit: T1.

Equipment

Turnschuhspaziergang.

Tips, hints and links

Zürich Tourismus, Tel. 044 215 40 00, www.zuerich.com

Start

Zürich, Bahnhof Stadelhofen (413 m)
Coordinates:
Geographic
47.365955, 8.549519
UTM
32T 465986 5245931

Destination

Zürich, Hauptbahnhof

Turn-by-turn directions

Vom Bahnhof Stadelhofen durch die Stadelhofer- und Oberdorfstrasse zum Grossmünster und zum Zwingliplatz, durch die Römergasse an den Limmatquai hinunter und über die Münsterbrücke. Nun ein kurzes Stück der Limmat entlang abwärts, dann durch die Zinnengasse zum St. Peter. Weiter durch Schüssel-, Strehl- und Pfalzgasse zum Lindenhof (schöner Aussichtspunkt) und von dort individuell zum Hauptbahnhof.

Public transport

Public transport friendly

Anreise: Mit dem Zug nach Zürich, Stadelhofen.

Rückreise: Mit dem Zug ab Zürich, Hauptbahnhof.

Getting there

Mit dem Auto nach Zürich.

Parking

Parkplätze in Zürich.

Arrival by train, car, foot or bike

Book recommendation by the author

Wandermagazin SCHWEIZ, Ausgabe 10/11/2014: Stadtwandern. Rothus-Verlag, Solothurn, www.wandermagazin.ch und www.wanderwege.ch

Author’s map recommendations

Ein Stadtplan von Zürich.

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Difficulty
easy
Distance
2.2 km
Duration
1:00 h
Ascent
20 m
Descent
26 m
Public transport friendly In and out With refreshment stops Scenic Family friendly Cultural/historical value Botanical highlights Geological highlights Suitable for strollers

Statistics

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