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Fitness
Long Distance Hiking

Von Tinizong über den Orgelspass nach Preda

Long Distance Hiking · Graubuenden
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Wandermagazin SCHWEIZ Verified partner  Explorers Choice 
  • Lai Tigiel.
    / Lai Tigiel.
    Photo: Toni Kaiser, Wandermagazin SCHWEIZ
  • «Orgelpfeifen» am Orgelspass.
    / «Orgelpfeifen» am Orgelspass.
    Photo: Toni Kaiser, Wandermagazin SCHWEIZ
  • Lai Tigiel.
    / Lai Tigiel.
    Photo: Toni Kaiser, Wandermagazin SCHWEIZ
  • Weidende Kühe am Lai Tigiel.
    / Weidende Kühe am Lai Tigiel.
    Photo: Toni Kaiser, Wandermagazin SCHWEIZ
  • «Mondlandschaft» auf dem Weg zum Lai Mort.
    / «Mondlandschaft» auf dem Weg zum Lai Mort.
    Photo: Toni Kaiser, Wandermagazin SCHWEIZ
  • Blick auf den Piz Ela.
    / Blick auf den Piz Ela.
    Photo: Toni Kaiser, Wandermagazin SCHWEIZ
  • / Auf dem Weg zum Lai Mort.
    Photo: Toni Kaiser, Wandermagazin SCHWEIZ
  • / Beim Abstieg nach Preda.
    Photo: Toni Kaiser, Wandermagazin SCHWEIZ
1800 2100 2400 2700 3000 3300 m km 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 Infostelle Parc Ela, Savognin Tinzenhorn Chamonas d'Ela CAS Ela Hütte SAC Ela-Hütte SAC, 2'225 m ü. M.

Orgelmusik in den Bergen? Fast könnte man es meinen, wenn man den Namen dieses Passes zwischen dem bündnerischen Surses und dem Albulatal auf der Karte entdeckt: Pass digls Orgels.

difficult
20.7 km
8:28 h
1825 m
1696 m

Und fast noch mehr meint man es, wenn man im Aufstieg die orgelpfeifenähnlichen Türme links und rechts vom Übergang sieht. Und sogar hört. Tatsächlich klingt da so etwas wie eine Melodie aus den verwitternden Felsstrukturen am Piz Mitgel und Corn da Tinizong. Doch es ist (nur) das Echo der Kuhglocken, deren Träger am Tigiel-See Alpkräuter mampfen. Ein Hochgebirgskonzert mitten im Parc Ela, da werden die letzten schweisstreibenden Meter hinauf zum Pass plötzlich ganz leicht. Zum Staunen ist das alles ja sowieso: die schlanken Türme, die Rinnen und Runsen, die Ecken und Kanten verwitternder Felsen, deren Einzelteile farbenprächtig unter den steilen Wänden als Schutthalden zu liegen kommen.

Und dann dies: Hier oben, auf über 3000 m ü. M., wurden Dinosaurierspuren gefunden. Bereits 2006 hatte der Sekundarlehrer und Hobby-Paläontologe Rico Stecher am Tinzenhorn Spuren von Flugsauriern entdeckt; der Standortgemeinde zu Ehren verlieh er der Art den Namen Raeticodactylus filisurensis, die «Bündner Finger von Filisur». Tatsächlich gab es hier vor über 200 Mio Jahren, als diese Urviecher lebten, noch kein Gebirge, sondern nur einen tropischen Meeresstrand. 2007 wurde auch der Wanderleiter Andy Niedermann aus Parpan fündig, diesmal am Piz Mitgel. Neben gut erhaltenen Fährten von vier bis sechs Meter grossen Plateosauriern – das waren die Vorfahren der Dinosaurier – konnte man dort auch Spuren von grossen Raubsauriern von bis zu sieben Metern nachweisen. Und 2009 war dann der Piz Ela an der Reihe. Dort fand ein Team von Paläontologen des Naturhistorischen Museums Basel ebenfalls Dinosaurierfährten. Zusammen mit derjenigen vom Piz Mitgel zählt diese Fundstelle mit 3100 bzw. 3300 m ü. M. zu den höchstgelegenen der Welt.

Nach der Aufregung um die Urviecher soll es nun gemächlicher zugehen. Dazu kommt die Chamonas d'Ela gerade recht. Die 26 Personen Platz bietende Selbstversorgerhütte des SAC Davos gilt als Geheimtipp für Touren zwischen Preda, Filisur, Bergün und Savognin. Die Hütte wurde schon 1879, damals noch durch die Sektion Rätia, errichtet, 1911 mit einem Neubau ergänzt. Bis 2008 nahm die Sektion laufend Renovationen und Erweiterungen vor, sodass beide Häuser heute gut im Schuss sind und die Übernachtung lohnen. Der folgende Wandertag wird nämlich lang: Es sind zwei um die 2800 Meter hohe Pässe zu bewältigen: der Pass d’Ela und die Fuorcla da Tschitta. Aber er wird auch kurzweilig werden. Um den Piz Ela kontrastieren malerische Seen mit steintrockenen Verwitterungsstrukturen; es sind Bilder, wie man sie vom Mond her zu kennen meint. Der Piz ist übrigens nicht nur seiner Dinosaurierspuren wegen berühmt, sondern auch wegen seines sechsfachen Echos. Und noch ein Highlight lockt später und 1000 Meer tiefer: Die Heimfahrt auf der Albulalinie mit der Rhätischen Bahn.

Author’s recommendation

In Bergün lohnt ein Besuch im Bahnmuseum Albula. Hier erfahren Besucher alles zum Bau und zur Geschichte der spektakulären Bahnstrecke, www.bahnmuseum-albula.ch.

outdooractive.com User
Author
Jochen Ihle 
Updated: October 30, 2017

Difficulty
difficult
Technique
Stamina
Experience
Landscape
Altitude
2831 m
1659 m
Best time of year
Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Rest Stop

Ela-Hütte SAC, 2'225 m ü. M.
Ela Hut SAC

Safety information

Zweitägige Wanderung auf markierten Bergwegen über mehrere Pässe mitten durch den wildesten Teil des Parc Ela mit Übernachtung in der Chamonas d’Ela. Schwierigkeit: T3.

Equipment

Feste Wanderschuhe, Stirnlampe, Hüttenschlafsack, Verpflegung für 2 Tage inkl. Nacht- und Morgenessen, Wanderstöcke.

Tips, hints and links

Übernachten: Chamonas d’Ela (keine Halbpension), www.sac-davos.ch.

Savognin Tourismus im Surses, 7460 Savognin, Tel.  881 659 16 16, www.savognin.ch.

www.parc-ela.ch.

 

Start

Pensa (1659 m)
Coordinates:
Geographic
46.583465, 9.648280
UTM
32T 549667 5159081

Destination

Preda, Bahnhof

Turn-by-turn directions

1. Tag: Ab Bushalt Tgant Pensa (1659 m) markiert via Bartg (1826 m) zum sehr schönen Lai Tigiel (2462 m), dann steil und steinig auf den Pass digls Orgels (2699 m). In 50 Minuten hinunter zur Chamonas d’Ela CAS (2252 m, Aufstieg etwa 1000 Hm, Abstieg 450 Hm, 4½ h):

2. Tag: Von der Hütte auf dem Abstiegsweg vom Vortag bis P. 2495, südlich auf den Pass d’Ela (2724 m), hinunter zum Lai Mort , östlich zum Lai Grond (2594 m) und hinauf zur Fuorcla da Tschitta (2831 m). Zuerst steil, dann moderater durch das Val Tschitta hinunter zur Alp Mulix (2001 m), durch Lärchenwald nach Naz (1747 m) und östlich flach hinüber zum Bahnhof Preda (1789 m, etwa 5 h).

Variante: Wer nur 1 Tag zur Verfügung hat, quert markiert (T3) vom Pass digls Orgels direkt zum Pass d’Ela und steigt via Fuorcla da Tschitta wie beschrieben nach Preda ab (insgesamt 8 h).

Public transport

Public transport friendly

Anreise: Mit Postauto von Chur nach Savognin, weiter mit Wanderbus nach Pensa. Der Wanderbus von Savognin nach Pensa fährt von Mitte/Ende Juni bis Mitte/Ende Oktober. Anmeldung bis am Vorabend bei Savognin Tourismus, Tel. 081 659 16 16, www.savognin.ch.

Rückreise: Ab Preda mit der Rhätischen Bahn (RhB) nach Chur.

Getting there

Die Tour eignet sich eher nicht für die Anreise mit dem Auto. Wenn, dann mit dem Auto nach Savognin und nach der Wanderung mit Zug und Bus über Tiefcastel zurück nach Savognin (diverse Verbindungen, Fahrzeit etwa 1.45 Stunden).

Parking

Parkplätze in Savognin.

Arrival by train, car, foot or bike

Book recommendation by the author

Wandermagazin SCHWEIZ, Ausgabe 1/2/2016: Julierpass. Rothus-Verlag, Solothurn, www.wandermagazin.ch.

Author’s map recommendations

LK 1:50000, 258T Bergün/Bravuogn.


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Difficulty
difficult
Distance
20.7 km
Duration
8:28 h
Ascent
1825 m
Descent
1696 m
Public transport friendly In and out Multi-stage tour Scenic With refreshment stops Cultural/historical value Geological highlights Botanical highlights Faunistic highlights

Statistics

: h
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Highest point
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Lowest point
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